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1965

"Es geht um die Existenz des Fremdenortes Bühl am Alpsee" so der Artikel im Allgäuer Anzeigeblatt am Mi, 27.Januar 1965. Hier ein Auszug:

"Nach den Plänen des Straßenbauamtes Kempten wird die neue Umgehungsstraße von Immenstadt über den Schwarzen Gund und hinter dem Moosgut laufen. Ein Tunnel wird durch den Rothenfels gebohrt und dann "gabeln" sich die Möglichkeiten: Die Trasse A läuft im schön geschwungenen Bogen hinter Hub vorbei, überquert die Bahnlinie, durchschneidet den Campingplatz, überquert auf einer Brücke den Seehafen in Richtung auf die Bootshüten, schneidet ein Stück vom künftigen Kurparkgebiet ab, durchläuft die Bade- und Spielwiese des Kinderheimes St. Michael und zerteilt die gemeindliche Bade- und Spielwiese.
Die Trasse B führt fast direkt auf Bühl zu, nicht ohne vorher eine Ecke des Bauerwartungsgebietes abzuschneiden. Es folgt die Unterquerung der Bahn, die wegen Hochwasserproblemen Schwierigkeiten bereiten wird, die Aach und die Ortszufahrt wird überquert u. schließlich auch noch der Parkplatz von Bühl durchschnitten. Sie durchläuft dann ebenfalls die Bade- und Spielwiese des Kinderheimes St. Michael und die Bade- und Spielwiese von Bühl.
Trasse C zweigt nach der Durchschneidung des Bauerwartungsgebietes südlich ab und mündet nach Überwindung der Bahnstrecke und der Aach beim jetzigen Ortsschild in die B308 ein."
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"Wie dem auch sei, gleich welche Trasse man wählen wird, jede von ihnen wäre ein tödlicher Schlag für den Fremdenverkehrsort Bühl. Und dies aus mehreren Gründen, die jedem einleuchten müssen, der die Natur nicht nur auf dem Reißbrett sieht und sie mit dem Lineal zerteilt.

Eine Straße, noch dazu eine stark frequentierte Bundesstraße und Queralpenstraße, trägt den Lärm mitten in die Ortschaft, in eine Ortschaft, die ob ihrer relativen Ruhe bei tausenden Erholungsuchenden seit Jahren beliebt ist.
Solch eine Straße würde das liebliche Landschaftsbild für alle und ewige Zeiten zerstören und zwar so restlos, daß auch spätere Korrekturen nicht mehr möglich sein könnten."