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Eine Immenstädter Geschäftsfrau zur Umfahrung

Da ich über 30 Jahre als selbständige Geschäftsfrau mitten im "Städtle" ein eigenes Geschäft, den IM-Markt, betrieben habe, kenne ich aus dieser Erfahrung sehr gut das Einkaufsverhalten der heutigen Kunden. Sie wollen verkehrsgünstig die Geschäfte erreichen – ohne Umwege den täglichen Einkauf mit den notwendigen Fahrten (z.B. zum Arbeitsplatz- zur Schule – zum Arzt) verbinden können.

Nicht umsonst haben die Großkonzerne dies schon früh erkannt und ihre XXL-Supermärkte an die Aus- und Einfahrten der Städte platziert. Geschäfte mitten in den Städten sind dadurch sehr benachteiligt ! Deshalb muss jede Verkehrslenkung so gestaltet werden, dass die Innenstädte
günstigst angefahren werden können. Jede Ortsumfahrung ist dafür ungünstig.

Heute kann man über die Stadtspange das Zentrum unserer Stadt gut und ohne Stau erreichen. Durchfahrende Touristen können mitten in der Stadt anhalten und Geschäfte und Gaststätten besuchen. Ortsumfahrungen schaden den geschäftlichen Interessen und würden die Leerstände der Immobilien noch erhöhen.

Es gibt genug Beispiele aus anderen Orten, die beweisen, dass der Autofahrer dort halt macht, wo er am besten und am schnellsten hingelangen kann. Ganz deutlich erlebt das z. Zt. die Stadt Isny. Nach dem Bau der Umgehungsstraße ist sie zu einer sehr ruhigen Stadt geworden, die jetzt mit viel Werbung versucht, den Autofahrer und somit den Kunden wieder in die Stadt zu locken.

Der Bau jeder Umgehungsstraße ist also nach meiner Meinung für Handel und Gastronomie sehr schädlich. Außerdem steht der hohe finanzielle Aufwand und der große Landschaftsverbrauch in keinem Verhältnis zu der möglichen Verkehrsentlastung.

von Christl Hartmannsberger