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Blickwinkel

Leserbrief zu „Wenig Resonanz bei Abschlußdiskussion“
vom Montag 28.Juni 2010

B308 – Betrachtung aus übergeordnetem Blickwinkel

Nachstehend meine Resonanz zur Abschlußdiskussion Umgehung B308:

  1. Eine Umgehung wird als DIE Verkehrslösung für Immenstadt dargestellt. RICHTIG IST: Die Trassen bringen bestenfalls 20 - 30 % Entlastung für die Innenstadt. Z.B. läuft in der Sonthofenerstr. überwiegend hausgemachter Ziel- und Quellverkehr für Schule und Einkauf. Durch Verkehrslenkung wird der bestehende Verkehr nicht reduziert, sondern auf andere Strassen verteilt, d.h. Belastungsumschichtung
  2. Es wird suggeriert, dass die Immenstädt´ler Ihre Trassenführung frei wählen können.
    RICHTIG IST: Der Bund, vertreten durch das Strassenbauamt favorisiert ganz klar die geplante Nordtrasse. Mit einem Ja kauft man die Katze und  damit eventuell die Nordtrasse mit dem größtem Natureingriff ein. Alle Bühler Strukturverbesserungen, incl. Naturparkhaus wären fehl investiert.
  3. „Wir wollen die Option für unsere Kinder offen halten“.
    REALISTISCH IST: Ein Planungsprozess von dieser Dimension einmal angestoßen, lässt sich kaum mehr stoppen. Ein Beispiel steht direkt an der Stadtgrenze -  das unsinnige Brückenbauwerk über die Bahnlinie in Thanners.
  4. „Jahrhundertentscheidung und Entscheidung für unsere Kinder“.
    DAS IST VÖLLIG RICHTIG: Wir Städt´ler entscheiden jetzt für unsere Kinder. Aber ist es eine Entscheidung FÜR unsere Kinder, wenn wir fast 80 Mio. € für einen fragwürdigen Gegenwert auszugeben. Für unsere Kinder wird der Schuldenberg unbezwingbar. Zudem vernichten wir wieder ein Stück Naherholungsgebiet auf der Sonnenseite der Stadt.
    Deshalb für uns und unsere Kinder: NEIN zur Umgehungsstrasse!

    gez. Karl Hagspiel