Start  Fakten  Verkehr  Stellungnahmen  Geschichte  Bildergallerie 
Bild eines Druckers

Schutzgemeinschaft Ferienregion Großer und Kleiner Alpsee

1985 haben Immenstädter Bürgerinnen und Bürger die Schutzgemeinschaft Ferienregion Großer und Kleiner Alpsee begründet, um unser wertvollstes Gut, unsere Natur und Umwelt, vor Zerstörungen, insbesondere durch fragwürdige Straßenbauten, zu schützen.

Seit Jahrzehnten gibt es in Immenstadt Planungen für eine Umgehungsstraße, die aber an vielerlei Ursachen gescheitert sind.

In den achtziger Jahren konzentrierten sich die Planungen auf Trassen durch Gebiete östlich des Kleinen Alpsees und zwischen dem Kleinen und dem Großen Alpsee.
Beide Trassen hätten unserer Ferienregion unwiederbringlichen Schaden, beginnend in Bühl, über den Kalvarienberg bis nahe Stein zugefügt.

Die vom Bund Naturschutz 1992 bei Dr. Rudelstorfer in Auftrag gegebene Studie einer stadtnahen Trasse war für den damaligen Bürgermeister nicht diskussionswürdig, so dass er es nicht einmal zuließ, dass Dr. Rudelstorfer seine Planungen im Stadtrat vorstellen durfte.
Man favorisierte die Trasse zwischen den beiden Seen, und der Bürgermeister schaffte es mit einigen Tricks, dass der Stadtrat 2001 vorbehaltlich einiger Änderungen für diese Trasse stimmte und in ein Planfeststellungsverfahren einbrachte. Von da an läuteten bei den Mitgliedern und Freunden der Schutzgemeinschaft alle Alarmglocken.

Glücklicherweise erkannten die Mitglieder des Bundestages das miserable Kosten-/Nutzenverhältnis, so dass die Trasse im Verkehrswegeplan vom vordringlichen Bedarf in den weiteren Bedarf umgestuft wurde.
Auf Grund der im Planfeststellungsverfahren vorgebrachten umfangreichen Einwände hat dann die Regierung von Schwaben das Planfeststellungsverfahren ausgesetzt.
Bürgermeister Schaupp hat wieder Bewegung in diesen Stillstand gebracht, und wir stehen in wenigen Tagen vor der Grundsatzentscheidung: Braucht unsere Stadt überhaupt eine Umgehungsstraße?

Jede weitere Straße bringt neue Belastungen für Menschen und Umwelt.
Als Schutzgemeinschaft müssen wir eigentlich gegen jede Trasse sein.
Als Demokraten müssen wir aber den vom Bürgermeister und Stadtrat eingeleiteten Weg akzeptieren und diese Entscheidung dem Bürger überlassen.

Für uns bleibt die Frage: Können wir es verantworten, dass 80 Millionen Euro für eine Straße ausgegeben werden, deren Entlastungseffekt sehr fraglich ist und die unzweifelhaft erhebliche Schäden und Beeinträchtigungen der Umwelt verursacht?
 
Von Rainer Michel