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Stellungnahme des Tourismusverein-Vorstandes zur Straßenfrage B308-Umfahrung

Auch im Vorstand des Tourismusvereines Großer Alpsee Immenstadt gehen die Meinungen auseinander. Während die erste Vorsitzende und noch andere Vorstandsmitglieder der Ansicht sind, dass Immenstadt generell keine Umfahrung braucht, sind andere der Meinung, dass eine vernünftige Lösung des Verkehrsproblems in Immenstadt, speziell in der Sonthofener und Kemptener Straße dringend erforderlich ist. Dieses sei am Besten mit der stadtnahen Umfahrung machbar. Wenn „ja“ dann kommt nur diese Lösung für uns als vertretbar in Frage, hier sind sich alle einig.

Nach ausführlichen Diskussionen mit verschiedenen Leuten komme ich als Vorsitzende nun auch zu der Aussage, dass wir uns die Chance einer stadtnahen Umfahrung nicht verbauen sollten indem wir beim Entscheid generell mit „Nein“ stimmen. Die betreffenden Gebäude, die bei einer stadtnahen Umfahrung abgerissen werden müssten, sind sanierungsbedürftig. Der Autofahrer fährt vor dem Kreisel auf einer Brücke über die Aach und hat die Stadt damit sozusagen „auf dem Präsentierteller“. Dieses wäre für unseren Einzelhandel sehr wichtig. Hier bestehen nämlich die Bedenken, dass die Durchreisenden in einem Betongraben nicht das Gefühl bekommen in der Stadt eingeladen zu sein. Der verlorene Platz am Viehmarktfeld könnte später sogar überdeckelt werden, da die Straße hier tatsächlich in einem „Graben“ geplant ist, so könnte der Raum wieder zur Verfügung stehen.

Wenn wir heute generell „Nein“ sagen, dann ist die Nordtrasse gestorben, die Veränderungssperre für Bühl aufgehoben, was wichtig für uns wäre. Damit sind aber auch alle Chancen für eine stadtnahe Umgehung gefährdet. Wir müssen eine Entscheidung fällen, die erst in 15 oder 20 Jahren zum Tragen kommen wird. Wenn wir generell „Nein“ sagen, dann wird der Platz vielleicht verbaut, den die stadtnahe Umgehung bräuchte und wir oder unsere Kinder können in ein paar Jahren nur noch entscheiden Nordtrasse oder keine. Das wollen wir auf keinen Fall.

Ich persönlich bin generell gegen einen Straßenbau, weil gleich welche Trasse, es wird immer die Natur und Landschaft beeinträchtigt. Ganz klar kann ich als Naturliebhaber die Südtrasse und die Nordtrasse nur als nicht akzeptabel bezeichnen. Diese Trassen verbrauchen zu viel von unserem wertvollsten Gut der Natur und Biotoplandschaft an beiden Alpseen. Außerdem wäre die Bauphase für unseren Tourismus tödlich.

Als einzig vertretbare wäre für mich persönlich auch die stadtnahe Umgehung. Hier muss jedoch an den Einzelhandel und die Gastronomie in der Stadt gedacht werden, diese Wirtschaftszweige leben mitunter vom Durchgangsverkehr. Eine vernünftige Beschilderung wäre oberste Priorität – auf keinen Fall „Immenstadt West“!!

Bühl, den 22. Juni 2010

Christine Sinz

1. Vorsitzende Tourismusverein Großer Alpsee Immenstadt