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Die GRÜNEN im Städtle

Die Immenstädter Grünen sind für eine Ablehnung aller drei Varianten der Umgehungsstraße (Pressemitteilung)

Auf großes Interesse bei Mitgliedern und Interessierten stieß eine Versammlung der Immenstädter Grünen, als es darum ging, ein Meinungsbild zu den Umgehungsvarianten zu gewinnen. Das Ergebnis war eindeutig:


Die Grünen lehnen alle drei Vorschläge ab.

Bei der Nord- und Südtrasse sind die Eingriffe in die Natur während der Bauphase und nach Fertigstellung völlig unakzeptabel. Vor allem in den Feuchtwiesenbereichen der Aach am großen und kleinen Alpsee würden viele Gebiete allein durch die Baumaßnahmen unwiederbringlich zerstört.

Bei der Nordtrasse würden zudem durch die optischen Veränderungen im Bereich der Bahnunterführung die jahrelangen Bemühungen der Stadt zur Stärkung des Tourismus in Bühl ad absurdum geführt.

Bei allen drei Trassenvorschlägen ist der Preis des Natureingriffes auch im Bereich der Stadtalpe für die Grünen viel zu hoch.

Für die Sonthofener Straße bringt nach Einschätzung der Grünen keine der drei Varianten eine Verkehrminderung, da hier die Autoschlangen durch die Verlagerung der Supermärkte hausgemacht ist.

Die Julius-Kunert–Straße hätte bei der stadtnahen Variante in Teilbereichen weniger Verkehr, aber der Lärm bliebe zum Großteil auf der anderen Seite erhalten. Zudem würde hier der Viehmarktplatz viel von seiner Funktion einbüßen. Immerhin ist der Viehscheid ein wichtiges touristisches Großereignis für Immenstadt.

Für das viele Geld, das die Umgehungsstraße verschlingen würde, ist den Grünen im Städtle der Preis für die Natur zu hoch. Und umsonst wäre die Sache auch nicht – wir zahlen das alles mit unseren Steuergeldern.

Ganz wichtig ist für die Grünen auch folgende Frage: Ein Baubeginn wäre frühesten in 15 bis 20 Jahren zu erwarten. Haben wir in Immenstadt so viel Zeit, um die momentanen Verkehrsprobleme so stehen zu lassen?

Wir sollten unsere Kraft dazu verwenden, um das vor vielen Jahren von den Grünen vorgeschlagene S-Bahnnetz mit anderem Zugmaterial und vermehrten Haltestationen zwischen Kempten – Immenstadt – Oberstdorf und evtl. Immenstadt-Oberstaufen in Angriff zu nehmen.

Der innerstädtische Park-Suchverkehr hat in den letzten Jahren trotz des Fußgänger-freundlichen Umbaues in der Hofgarten- und Alleestraße extrem zugenommen und ist nicht im Sinne einer Kundschaft, die in Ruhe in unserer Residenzstadt einkaufen will.

Und nicht zuletzt sollten wir für die einheimischen Radler wie die stark zunehmende Zahl an Radlertouristen die Innenstadt noch deutlich fahrradfreundlicher gestalten.

Und noch etwas treibt die Grünen um: Wenn eine Mehrheit am 4.Juli für eine Umgehungsstraße stimmt, wer garantiert uns dann, dass im Herbst die Mehrheit der Städtler für das kleinste Übel, die stadtnahe Variante ist?

Von Ruth Meuchelböck