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Hohes Verkehrsaufkommen, geringe Entlastung

Ziel-, Quell, Binnen- und Durchgangsverkehr belasten unsere Straßen. Eine Umfahrung kann nur vom Durchgangsverkehr entlasten. Der macht in Immenstadt unter 20% aus.

Zusammensetzung des Verkehrs in Immenstadt nach Ziel und Verursachern
Die Daten des Verkehrs in Immenstadt sind aus dem letzten Gutachten (Modus Consult 2003) zur B 308  aus der Bestandsaufnahme entnommen, mit Ausnahme des Binnenverkehrs, weil die Daten aus der Prognose nicht ausreichend konkret für diese Darstellung ausgeführt sind.

1) Da im Gutachten 2006 keine Zahlen zum Binnenverkehr angegeben sind, ist hier aus dem Gutachten 1987 die Prognose für 2000 entnommen. Die Gutachter hatten eine Steigerung des Bestands 1987 von 12 100 um 19 % prognostiziert.

Verkehrsentwicklung: Prognose und Realität

Die Gutachter stützen sich auf die bundesweite Entwicklung und prognostizieren ein Anwachsen des Verkehrs vom Jahr 2002 auf 2015 von 22%. Demgegenüber ist im Bereich des Straßenbauamts Kempten der DTV (durchschnittliche tägliche Verkehr) von 2000 auf 2005 leicht zurückgegangen - auf Bundes-, Staats- und Kreisstraßen - und liegt damit im bayern- und bundesweiten Trend, der kaum eine Veränderung zeigt. (Staatlichen Bauamt Kempten: Zahlen & Fakten). Der nächste DTV wird 2010 ermittelt und wird erst in 2011 vorliegen.)
Bundesstraßen    2000: 9672 KFZ,  2005: 9607 KFZ
Staatsstraßen     2000: 3999 KFZ,  2005: 3740 KFZ
Kreisstraßen        2000: 2779 KFZ,  2005: 2236 KFZ
Die Realität steht somit in krassem Widerspruch zum prognostizierten Zuwachs an Verkehr.

Eine Umfahrung kann nur vom Durchgangsverkehr entlasten. Der macht hier unter 20% aus. Lediglich eine sehr stadtnah angebundene Umfahrung wie die von BM Schaupp verbesserte Stadtnahe Trasse könnte einen Teil des Binnenverkehrs vom Stadtkern wegnehmen, indem Fahrzeuge etwa aus dem Bereich Bahnhof/Engelfeld/Kunertstraße in Richtung Kempten oder Sonthofen die Umfahrung wählen statt dem Weg durch die Kernstadt.

Von Dr. Rolf Grebenstein